Kraftfuttermengen

Kraftfuttermengen sind immer wieder ein heiss diskutiertes Thema, ob in Seminaren oder unter Kollegen.

Kraftfutter ist zwar billiger als Grundfutter, wenn man theoretisch rechnet. Aber aufgrund der flächenbezogenen Fütterung  des Wiederkäuers (im Gegensatz zum Huhn oder Schwein) ist das Grundfutter in bester Qualität zu produzieren und somit vorhanden. Wird dies optimal ausgenutzt, ist die grundfutterbasierte Fütterung mit Gras und Mais sehr wohl rentabel. Verdrängt nämlich Kraftfutter die Grundfutteraufnahme sind die zugekauften Kraftfuttermengen im Verhältnis zum erzeugten Grundfutter viel zu teuer!

Hier ein Beispiel einer Braunvieh-Kuh mit hohem Grundfutteraufnahmevermögen:

Kraftfuttermengen

Foto von einem Herdenmanagement - Programms zur Analyse der Laktationskurve

Die Kraftfuttermengen sind auf das Minimum reduziert : in den ersten 35-40 Tagen wird nur ein Ketoseschutzfutter (Ketopellets ca. 40 kg) gefüttert. So kann die Kuh sich von alleine auf eine Leistung von fast 45 Liter aus dem Grundfutter entwickeln. Mit dem dann als Zusatz gegebenen Kraftfuttermengen erreichte diese Kuh eine Leistung von um 55 Liter mit einer Laktations- Persistenz von über 90% ! 

Dieses Konzept von Kraftfuttermengen ermöglicht eine leistungsfähige Kuh mit lehrbuchmässigen Kennzahlen.

Dabei spielt die Startphase eine entscheidende Rolle, deshalb dieses eindrückliche Beispiel.