Woran erkenne ich Pansenazidose?

In den meisten Betrieben geraten die Milchkühe nach der Startphase in eine schleichende Pansenazidose, die sich bis zur Mitte der Laktation hinzieht. Anzeichen einer subklinischen oder schleichenden Pansenazidose sind: schlechte Besamungsergebnisse, sinkende Milchfettgehalte und erhöhte Zellzahlen.

Sichtbare Anzeichen können sein:

  • Unregelmässiger Verzehr der Einzelkuh mit Schwankungen der Milchmenge zwischen Morgens und Abends von mehr als 4 Litern
  • Schlechtere Verdauung (grobe Partikel im Kot)
  • Grössere Empfindlichkeit der Tiere:, Gelenkschwellungen, Rillen im Klauenhorn
  • Trockenstellen mit unter 20 Liter Milchleistung

Wie umgehen:

  • Die Abbaubarkeit der Proteine verlangsamen (Protiviv/ Deltathys)
  • Pansen und Blut puffern (Acidoline)
  • Pansenflora stimmulieren mit Leckfutter (NutriLyx)
  • Zelluloseabbaubarkeit verbessern mit Lebendhefen (NutriLevures)
  • Milchsäureproduktion vermindern und Propiosäureproduktion verstärken (Milchfett beeinflussen) Gesamtration berechnen lassen (Fütterungsprogramm CHORUS)

Ziel:

  • Milchmenge pro Tier verbessern (min. 400 Liter pro Jahr), Milchgehalt erhöhen, Zellprobleme in der Milch vermindern, Fruchtbarkeit verbessern.
  • Nötige Mittel pro Tier: 10kg NutriLevures und 8 kg Acidoline
  • Mehrertrag: Fr. 250.- pro Tier (Kosten: Fr. 60.-)

Einsatzplan für Milchkühe

Einsatzplan-für-Milchkühe

Acidoline Dosierung:

  • 200g pro Tier und Tag während 3 Wochen. 2 Mal pro Laktation.
  • Ziel: die metabolische Azidose verhindern, während den sensiblen Phasen.

NutriLevures Dosierung:

  • 50g pro Tier und Tag während 250 Tagen
  • Ziel: Die Abbaubarkeit der Zellulose verbessern, Appetit anregen und damit die Produktion erhöhen.